Widerstand in anderen Ländern

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Widerstand in Holland: Hannie Schafts Eintritt in den bewaffneten Widerstand
Ausschnitt aus dem Film „Das Mädchen mit dem roten Haar“ (1981) über die Widerstandskämpferin Hannie Schaft: Nach Abschluss ihres Jurastudiums lehnt Hannie eine Promotion ab und schließt sich einer bewaffneten kommunistischen Widerstandsgruppe gegen die deutsche Besatzung an: „Jemand, der Jura studiert, muss sich jetzt entscheiden, ob er reden oder wirklich was tun will. Ich hab mich fürs Letztere entschieden.“
(Video, 4:40)
Widerstand in Holland: Erschießung eines Gestapo-Agenten
Ausschnitt aus dem Film „Das Mädchen mit dem roten Haar“ (1981): Nachdem Hannie Schaft dem Widerstand gegen die deutsche Besatzung der Niederlande beigetreten ist, fällt ihr die Aufgabe zu, einen Gestapo-Agenten zu erschießen. Später überlegt sie: „Ob man sich später wohl vorstellen kann, wie wir gelebt haben, nach dem Krieg? Das glaubt kein Mensch.“ Kurz vor Kriegsende wird sie gefasst und am 17.04.1945 erschossen.
(Video, 4:15)
Ziviler Widerstand in Norwegen: Lehrerinnen und Lehrern gegen die „Nazifizierung“
Ausschnitte aus der TV-Dokumentation „Schattenkampf – Europas Résistance gegen die Nazis“ (2011): In Norwegen wurde Anfang 1942 im Zuge eines „Nazifizierungsprogramms“ unter deutscher Besatzung die Pflichtmitgliedschaft für eine neue Lehrergewerkschaft eingeführt, der eine Pilotfunktion beim Aufbau eines kooperativen Staates faschistischer Prägung zukommen sollte. Doch über 600 Lehrerinnen und Lehrer weigerten sich. Sie wurden in das Arbeitslager Kirkenes nördlich des Polarkreises deportiert.
(Video, 3:09)
Der „Schienenkrieg“ russischer Partisanen in Litauen
Ausschnitte aus der TV-Dokumentation „Schattenkampf – Europas Résistance gegen die Nazis“ (2011): Russische Partisanen, die sich während des 2. Weltkriegs in den litauischen Wäldern versteckten, führten mit materieller Unterstützung des sowjetischen Generalstabs u.a. Sabotageakte an Eisenbahnschienen durch.
(Video, 3:33)
Jüdischer Widerstand: Abba Kovner
Ausschnitt aus der TV-Dokumentation „Mit dem Mut der Verzweifelten – Jüdischer Widerstand gegen Hitler“ (2005): Während des Eichmann-Prozesses in Jerusalem 1961 weist der Ghettokämpfer und Partisan Abba Kovner aus Vilna die Frage zurück, warum sich die jüdische Bevölkerung nicht gegen die Nazis erhoben habe: „Als kämpferischer Jude protestiere ich mit aller Leidenschaft gegen diese Frage, soweit sie auch nur die Spur eines Vorwurfs enthält!“
(Video, 2:50)
Aufstand im Warschauer Ghetto
Ausschnitt aus der TV-Dokumentation „Mit dem Mut der Verzweifelten – Jüdischer Widerstand gegen Hitler“ (2005): Am 19.4.1943 beginnt ein Aufstand im Warschauer Ghetto. Marek Edelmann, ein Kommandant des Aufstands: „Als in Warschau die Deportationen nach Treblinka anfingen, entstand die jüdische Kampforganisation. Es ging um die Verteidigung dieser Menschen. Als wir endlich ein paar Waffen gehabt haben, haben wir beschlossen: Wenn es die nächste Deportation gibt, werden wir bewaffnet eingreifen.“
(Video, 3:08)
Rudolf Vrba über Schwierigkeiten des Widerstands im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm „Shoah“ (1985):
Der Holocaust-Überlebende Rudolf Vrba berichtet, wie der Erfolg der Widerstandsbewegung bei der Verbesserung der Lebensbedingungen in Auschwitz in ein Dilemma führte: „Der Lagerbestand war, sagen wir, 30.000. Wenn 500 oder 5.000 starben, dann ersetzte man diese durch frische Kräfte aus Judentransporten, die eintrafen. Wenn aber nur 1.000 starben, wurden eben nur 1.000 ersetzt, und man konnte mehr Juden in die Gaskammer schicken.“
(Video, UT, 3:29)
Rudolf Vrba: Konsequenzen der Bedingungen in Auschwitz für die Strategien des Widerstands
Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm „Shoah“ (1985):
„Mir war klar, dass das eigentliche Ziel des Widerstands in einem Konzentrationslager vom Typ Auschwitz sich unterscheiden musste von dem in Mauthausen oder Dachau – die Mordmaschinerie musste zerstört werden. Während nämlich in jenen Lagern die Widerstandspolitik die Überlebenschance der politischen Gefangenen erhöhte, so beschleunigte und ölte hier dieselbe noble Politik die Massenvernichtungsmaschinerie.“
(Video, UT, 2:24)
Der Aufstand von Sobibór: Planung des Widerstands
Ausschnitte aus dem Film „Sobibor“ (1987): Im Vernichtungslager Sobibór fand im Oktober 1943 eine bewaffnete Gefangenenrevolte statt. Die Ausschnitte zeigen die Planung des Aufstandes durch die Gefangenen, die für die „Reichsbrigade“ arbeiten mussten: „Wie wollen wir 16 SS-Leute beseitigen? Ob meine Leute in der Lage sind zu töten? Ich habe einen Schneider, einen Zimmermann, zwei Schuhmacher und ich betreibe eine Mühle!“ – „Sie werden’s schaffen, weil sie’s schaffen müssen.“
(Video. 4:01)
Der Aufstand von Sobibór: Letzte Vorbereitungen
Ausschnitte aus dem Film „Sobibor“ (1987):
Am 14.10.1943 fand im Vernichtungslager Sobibór ein bewaffneter Aufstand statt. Dieser wurde von einigen Gefangenen – einem Untergrundkomitee um den Juden Leon Feldhändler und Sasha Petscherski, einen sowjetischen Kriegsgefangenen – vorbereitet. Da sie für die „Reichsbrigade“ arbeiten mussten, gelang es ihnen, einige SS-Leute zu töten, sich ein paar Waffen und etwas Munition zu besorgen sowie Maschinen und Telefonleitungen zu sabotieren.
(Video, 3:02)
Der Aufstand von Sobibór: Die Flucht
Ausschnitte aus dem Film „Sobibor“ (1987): Für den 14.10.1943 wurde im Vernichtungslager Sobibór ein bewaffneter Aufstand geplant, der einen koordinierten Fluchtversuch während des Abendappells ermöglichen sollte. Als jedoch kurz davor SS-Leute tot aufgefunden wurden, riefen die Anführer zum sofortigen Fluchtversuch auf: „Unser Tag ist gekommen! Ihr seid jetzt alle auf euch selbst gestellt! Diejenigen unter uns, die überleben, werden berichten. Lasst die Welt wissen, was hier mit uns passiert ist!“
(Video, 4:02)

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