Widerstand in Deutschland

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Trude Simonsohn zum Vergleich zwischen Widerstand in Deutschland und in anderen Ländern
Trude Simonsohn betont bei einer Veranstaltung in der Holbeinschule (1983), dass
„jeder deutsche Widerstandskämpfer tausende Widerstandskämpfer in den anderen Ländern aufwiegt. […] Was das bedeutet, in dieser Massenhysterie sich dagegen zu wehren, das ist mir noch heute wirklich unbegreiflich, dass man das geschafft hat.“
(Video, 0:37)
Georg Elsers Anschlag auf Adolf Hitler: Planung und Durchführung
Ausschnitte aus der TV-Dokumentation „Sie wollten Hitler töten – Der einsame Held“ (2004) und dem deutschen Spielfilm „Der Attentäter“ (1969): Am 8. November 1939 verübte Georg Elser in München einen Bombenanschlag auf Adolf Hitler und weitere Mitglieder der NS-Führung, den er allein und in mühsamer Kleinarbeit vorbereitet hatte. Ein Bekannter über ihn: „Er war schon ein Gegner des Nationalsozialismus – aber keiner, der aufgefallen ist.“
(Video, 4:20)
Georg Elsers Anschlag auf Adolf Hitler: Geständnis und Ermordung
Ausschnitte aus dem deutschen Spielfilm „Der Attentäter“ (1969) und der TV-Dokumentation „Sie wollten Hitler töten – Der einsame Held“ (2004): Beim Fluchtversuch nach der Vorbereitung eines Bombenanschlags auf Hitler wurde Georg Elser am 8. November 1939 festgenommen. Aus dem Protokoll seiner Vernehmung durch die Gestapo: „Ich stellte allein Betrachtungen an, wie man die Verhältnisse der Arbeiterschaft bessern und einen Krieg vermeiden könnte. Hierzu wurde ich von niemandem angeregt.“
(Video, 3:37)
Widerstand durch Mitglieder der KPD
Ausschnitt aus der DEFA-Filmproduktion „Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse“ (1955): Während eines Empfangs von Adolf Hitler kommt es zum Eklat, als ein Grafitto für die Freiheit Ernst Thälmanns entdeckt wird. Als eine weitere Form des Widerstands durch KPD-Mitglieder ist das Verteilen von Flugblättern gegen die Kriegspropaganda der NSDAP zu sehen.
(Video, 4:01)
Weiße Rose: Frauen an der Uni während der NS-Zeit
Ausschnitt aus dem Film „Die Weiße Rose“ (1982): An der Universität München hält der Gauleiter eine Ansprache, die Protest hervorruft: „Die Universität ist keine Rettungsanstalt für höhere Töchter, die sich den Pflichten des Vaterlandes entziehen wollen. Es wäre wohl besser, die Studentinnen würden sich auf ihre Aufgaben als Frau besinnen und unserem Führer in jedem Universitätsjahr ein Zeugnis in Gestalt eines strammen Sohnes vorweisen!“
(Video, 2:57)
Weiße Rose: Debatte über Sabotage
Ausschnitte aus dem Film „Die Weiße Rose“ (1982): Sophie Scholl beobachtet während des Kriegsdienstes in einer Munitionsfabrik kleine Sabotageakte. Andere Mitglieder der Widerstandsgruppe werden Zeugen der Erschießung von Kriegsgefangenen. In der Gruppe verteidigt Hans Scholl einen Flugblattentwurf, der zu Sabotage in großem Stil aufruft, die auch die Tötung von Menschen in Kauf nimmt: „Jeden Tag werden Tausende ermordet, überall – was ist denn mit dieser Gewalt?“
(Video, 3:49)
Weiße Rose: Flugblattaktion, Verhaftung und Hinrichtung
Ausschnitte aus dem Film „Die Weiße Rose“ (1982): Im Februar 1943 werden die Geschwister Scholl wegen des Verteilens von Flugblättern gegen die Kriegspolitik des NS-Staates an der Universität München verhaftet und wenig später hingerichtet, so auch ihr Kommilitone Christoph Probst. Alle drei waren Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.
(Video, 5:22)
„Swingjugend“ als alternativer Lebensentwurf während der NS-Zeit
Szene aus dem Film „Swing Kids“ (1993): Arvid, begeisterter Swing-Gitarrist, wird auf der Straße von HJ-Mitgliedern angehalten, die ihn beschimpfen und seine Schallplatte zerstören. Als er sich zur Wehr setzt, halten sie ihn fest: „Wie heißt Du?“ – Arvid: „Django Reinhardt.“ Sie verprügeln ihn. Emil, ein früherer Freund Arvids und nun bei der HJ, tritt ihm zum Schluss mehrfach auf die Finger mit den Worten: „Bin gespannt, wie Du jetzt deine Negerjudenmusik spielst!“
(Video, 2:41)
Swing als politisches Statement
Szene aus dem Film „Swing Kids“ (1993): Arvid spielt trotz Handverletzung mit seiner Swing-Band in einer Kneipe. Als nicht akzeptiert wird, dass er den Wunsch eines Lieutenants nach einem „guten deutschen Lied“ nicht erfüllen will, verlässt er die Bühne und hält eine wütende und verzweifelte Ansprache:
„Was ist mit Euch los? Seht Ihr nicht, was passiert? Wir ermorden Außenseiter! Glaubt Ihr, nur weil Ihr es nicht selbst tut, werdet Ihr nicht mitschuldig?“
(Video, 3:01)
Herbert-Baum-Gruppe: Flugblätter und Brandanschlag gegen die NS-Propaganda
Ausschnitt aus der TV-Dokumentation „Mit dem Mut der Verzweifelten – Jüdischer Widerstand gegen Hitler“ (2005): 1942 verübte die jüdische Widerstandsgruppe um Herbert Baum in Berlin einen Brandanschlag auf eine antikommunistische NS-Propagandaausstellung. Walter Sack, bis zu seiner Auswanderung 1939 Mitglied der Gruppe, über das Motiv: „Ich weiß, warum sie’s gemacht haben. Das war keine Mutprobe, das war einfach ihre Überzeugung: Man muss was tun gegen die Nazis, diese Hetze – das war ihr Anliegen.“
(Video, 4:35)
Sabotageaktionen des Internationalen Sozialistischen Kampfbunds
Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm „Eine Ausnahme“ (2007): Irmgard Heydorn berichtet, wie sie als Mitglied des verbotenen Internationalen Sozialistischen Kampfbunds während der NS-Zeit Informationen zum Bau der V2-Rakete ins Ausland weitergeleitet hat: „Eines Tages wurde uns gesagt, wo die sogenannte Wunderwaffe hergestellt wird, und das habe ich dann in einem Brief in die Schweiz mitgeteilt mit einem Code. Wenn der geknackt worden wäre, dann…na gut, dann würde ich hier nicht sitzen.“
(Video, 3:43)
Ein Wehrmachtsgeneral als vorbildlicher Widerständler?
Nachrichtenausschnitte vom 29.04.1996 zur Debatte um ein Porträt in der Aula das Frankfurter Lessing-Gymnasiums: Es zeigt den Wehrmachtsgeneral von Stülpnagel in Uniform als vorbildlichen Abiturienten der Schule, der wegen seiner Beteiligung am versuchten Militärputsch gegen Hitler 1944 hingerichtet wurde. Eine Schülerin hatte das Porträt abgehängt, nachdem Recherchen einer Geschichts-AG Erschießungs- und Deportationsbefehle aus seiner Zeit als Militärbefehlshaber in Paris zu Tage gefördert hatten.
(Video, 3:43)

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